… Acetatpapier oder Zelluloseacetat

… Affichenpapier

… Altpapier

… Alufolie, Silberpapier oder Aluminiumfolie

… Amatepapier

… Aquarellpapier

… Aufklebepapier oder Etikettenpapier

 

NACH PAPIER SORTEN

Acetatpapier oder Zelluloseacetat

acetatos
Acetatpapier ist ein transparentes Material, das aus einer Reaktion von Cellulose mit Essigsäure in Gegenwart von Schwefelsäure hergestellt wird. Die entstehende, seidig glänzende Faser ist viel feiner zu verarbeiten, zu färben und vor allem wesentlich Hitzebeständiger. Textilien knittern weniger und sind dehnbarer. Sie sind einfach pflegeleicht, weil sie schneller trocknen.

Herteller machen Blätter von 0,1 mm bis 0,5 mm dick. Dieses nicht-brennbaren Material, schimmelbeständig , leicht zu färben und ist  in mehreren Farnen erhältlich. Acetatpapier wird in Küchen, Handwerke und Büro Zuzbehör gebraucht. Es ist preiswert und einfach mit einer Schere oder Messer zu schneiden.
Nachteilig ist die statische Aufladbarkeit.

Wegen der geringen Feuchtigkeitsaufnahme wird z.B. Regenbekleidung daraus hergestellt, aber auch Krawatten, Blusen und Damenunterwäsche sind möglich. Acetat gilt übrigens auch als Seidenersatz.

Andere Bereiche der Industrie werden von Folien aus CA erobert, die z.B. in den PC Flachbildschirmen oder in Displays zu finden sind. Von der Werkzeugindustrie wegen der hohen Beständigkeit bis hin zum Würfel und Filmmaterial, überall ist Celluloseacetat anzutreffen.
Acetatpapier war das Papier, das die Lehrer in Projektionswände benutzen.

Affichenpapier

Dieses Papier hat eine geglättete sowie eine raue Seite. Meistens wird die satinierte Seite mit leuchtenden Farben bedruckt. Anwendungsbereich: Poster, Papiertaschen, Umschläge und Geschenkpapier.

«Affiche» ist ein Fachbegriff, der sich auch auf Plakate bezieht. Gemäss Etymologie leitet sich das Wort vom französischen Wort «affiche» ab, welches seinerseits vom lateinischen Wort

«affictum», «mit etwas verbunden» oder als «fixiert», abstammt. Es handelt sich dabei um eine Abbildungsfläche, hauptsächlich aus Papier oder aus anderem Material, um Texte oder Bilder zu reproduzieren.

 papelafiche

Altpapier

Durch einen Recyclingprozess entsteht aus Altpapier vollständig oder teilweise neues Papier. Altpapier wird zerkleinert, mit Wasser versetzt. Es werden verschiedene Reinigungssysteme angewendet sowie gebleicht. Dann entwässert, auf Walzen gelagert, getrocknet und geschnitten.

Die Papiergewinnung durch dieses Verfahren ergibt Resultate der mageren Qualität. Das aufbereitete Papier unterscheidet man in zwei Typen:

  • Vor dem Gebrauch. Es umfasst alle Papierabfälle der verschiedenen Phasen des Druckprozesses.
  • Post-Einatz. Es umfasst jene Papierprodukte, welche bereits verarbeitet und gebraucht wurden, wie zum Beispiel Zeitungen, Zeitschriften, Verpackungen usw.

Der Anteil von Altpapier muss bei der Herstellung von Recyclingpapier in Prozenten angegeben werden. Heute ist es Norm, dass bei der Herstellung von Recyclingpapier nicht weniger als 50 % Altpapierstoffe verwendet werden.

Die Anzahl der Recycling-Prozesse ist auf vier- bis fünf Prozesse begrenzt. Danach sind die Fasern vollständig zerstört, so dass die Bereitstellung von neuen Fasern für eine angemessene Papierqualität zwingend erforderlich ist.

Alufolie, Silberpapier oder Aluminiumfolie

 

papelaluminio

Das Aluminium-Papier, bekannter als Silberpapier oder Alufolie, sind dünne Folien aus Aluminium mit einer Dicke von 0,2 mm bis weniger als 0,006 mm. Somit ist die Folie sehr flexibel. Man kann sie ohne weiteres falten oder Objekte einhüllen. Die Folie ist jedoch sehr empfindlich und wird leicht beschädigt. In Verbindung mit anderen Materialien wie Papier oder Kunststoff kann die Widerstandsfähigkeit stark erhöht werden. Als die Folie auf den Markt kam, dauerte es mehrere Jahrzehnte bis sie Mitte des 20. Jahrhunderts

die Staniolfolie ablöste. Es hat die besondere Qualität, dass man in Folie eingehüllte Speisen im Ofen erwärmen kann. Das Material ist wärmeabweisend und so kann man es berühren ohne sich dabei zu verbrennen. Am häufigsten wird Alufolie dazu verwendet, Nahrung einzuwickeln.

Papel de Amate

Amatepapier ist ein pflanzliches Papier aus der vorspanischen Zeit der Mesoamerikanischen Hochkultur. Man nennt es Papier, weil es aus der inneren Rinde des Amate-Baumes hergestellt wird. Das Herstellungsverfahren unterscheidet sich allerdings von der klassischen Papierherstellung.
Das Amate-Papier wird von Hand gefertigt, aus den zerkleinerten Rinden des Jonote-Baumes, die in Kalkwasser gekocht werden.

Das Ergebnis ist ein dünnes, pflanzliches Fasergewebe, von dunkelbrauner bis gelber Farbe. Das Material ist vergleichbar mit dem Rindentuch oder Barkcloth der indigenen Völker der Südpazifischen Inseln.

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Aquarellpapier

Dieses Papier ist dicker und rauer als Zeichnungspapier, um das Wasser besser zu absorbieren. Es wird auch für die Tempera-Technik verwendet. Der Künstler kann seinem Malstil entsprechend zwischen drei Sporten Papier wählen:

  • Heissgepresstes Papier (HP), hat eine satinierte, weiche, harte, und glatte Oberfläche, die von vielen Künstlern als zu rutschig für die Aquarelltechnik empfunden wird. Hinterlässt einen undurchsichtigen, schmutzigen Eindruck.
  • Kaltgepresstes Papier, texturiert, halbrau, geeignet für glatte und grossflächige Aquarelle. Diese ergeben eine ausgezeichnet texturierte Oberfläche für die Wasseraufnahme und eine optimale Fliessfähigkeit des Wassers. Sehr gut definierte Kanten und Ränder.
  • Raues Papier, mit körniger Oberfläche. Durch die vertieften Stellen in der Papieroberfläche ergeben sich in der Anwendung fleckige Effekte. Die Unregelmässigkeiten der Körnung verleihen den Farbtönen des Aquarells Tiefe. Am meisten werden mittlere und feine Körnungen verwendet. Einige Aquarell-Künstler bevorzugen Papier mit grober Körnung, vor allem bei floralen Themen.

Die zweite Überlegung zur Auswahl des Papieres ist das Papiergewicht, da ein dickeres Papier weniger Tendenz hat sich zu wellen (das kann durch Dehnen des Papiers verhindert werden).

Von den Aquarell-Papieren eignet sich das Guarro 240 g sowohl für Laien der Aquarelltechnik wie auch für Profis dieser Kunst. Es ist in den drei Körnungssorten fein, mittel und grob erhältlich.

Dieses Papier besitzt die Fähigkeit viel Wasser zu absorbieren, ohne dass die Farben ausfliessen und sich das Papier wellt. In Bezug auf seine Merkmale ist es natürlich weiss, mit Büttenrand an beiden Seiten sowie Wasserzeichen des Herstellers. Es wird in Rollen hergestellt, was ihm hervorragende Qualität und Langlebigkeit verleiht.

acuarela

Dieses Papier hat einen hohen Baumwollanteil (60 %), ist gut lasierend, hat eine hohe Leuchtkraft, und betont die Schärfe der Farben. Ausser zum Aquarellieren eignet es sich vorzüglich für Nasstechniken wie Gouache oder Tempera.

Der grösste Teil der Aquarell-Papiere kann auf beiden Seiten verwendet werden. Vor- und Rückseite des Papieres unterscheiden sich jedoch in ihrer Körnung.

 

Aufklebepapier oder Etikettenpapier

papelautoadhesivo

Das selbstklebende Papier ist auf der einen Seite mit klebefähigem Material beschichtet,

welches durch einfachen Oberflächenkontakt zwei Elemente verbinden kann und ohne Feuchtigkeit sofort aktiv ist. Es ist eine dauerhafte und immer frische Klebeverbindung.

Sie werden in Form von Etiketten angeboten, deren klebefähige Rückseite von einem Schutzblatt bedeckt ist, dessen Oberfläche sich nicht mit der Klebstoffschicht der Etikette verbindet. Somit lässt sich die Etikette beim Gebrauch leicht ablösen. Oder auch in Form einer Klebebandrolle, dessen Rückseite antiklebend beschichtet ist. Sie werden als Unterstützung für Selbstklebeetiketten-Papier verwendet. Für die Klebebänder benutzt man

Kraft-Papier von grosser Widerstandsfähigkeit, normalerweise Krepp, das ihm die nötige Elastizität und Zähigkeit verleiht, die für die industrielle Verwendung im Sektor Papier und Verpackung verlangt wird.

Die Kautschuke, die in dieser Art von Papier verwendet werden, sind auf Acrylbasis hergestellt, und oft nicht wasserlöslich, was das Ablösen der Etiketten erschwert.

 

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